PA010888_titel
Verband Alpiner Vereine Österreichs.
Ausbildung

Rudolf Kaupe

Geboren 16.04.1954 in Wien, in Wien Nußdorf aufgewachsen, 1973-1975 Textilschule in Vorarlberg

Kinder: Katharina (1980), Niki (1988), Johannes (1993), Florian-Markus (1978-1979)
Enkelkinder: Niki (2013), Leopold (2014)

Mein gelernter Beruf ist Textiltechniker und Textilkaufmann. Nach der Matura und dem als Sanitäter absolvierten Grundwehrdienst arbeitete ich in einer großen Wiener Weberei, Färberei und Textildruckerei, später bei einem Konfektionsbetrieb für Anoraks und Skianzüge. Meine textile Karriere endete mit dem Niedergang der Textilwirtschaft in Wien.

Mit 1. September 1978 wurde ich zum Geschäftsführer des VAVÖ bestellt.

Schon mein Großvater war Funktionär eines kleinen alpinen Vereins, von meinem Vater, der seit 1957 im Leitungsgremium, dann bis zu seinem Tod im Jahre 1995 Obmann des Österreichischen Touristenvereins war, hörte ich von klein auf von den Sorgen und Nöten der alpinen Infrastruktur, speziell auch von abseits gelegenen Schutzhütten wie dem Appelhaus im Toten Gebirge.

In dieser Zeit kletterte ich in unteren Schwierigkeitsgraden, später entdeckte ich das Wildwasserpaddeln. Zum Skifahren, Langlauf und Wandern kam nach und nach das Laufen und das Radfahren (MB) dazu.

Im Jahr 1978 begannen die ersten Überlegungen, aus Österreich ein Wanderland zu machen. 1979 wurde der Slogan „Wanderbares Österreich“ geboren, der VAVÖ begann mit den Wanderführerseminaren. Deren organisatorische Leitung wurde mir von Anfang an übertragen, nach kurzer Zeit habe ich auch als Ausbilder mitgewirkt. Gemeinsam mit dem VAVÖ Ausbilderteam war und ist mir die Entwicklung der Lehrmethoden und der Lehrunterlage ein wichtiges Anliegen. 1987 wurde der erste Lehrwartekurs “Wandern” abgehalten, eine Ausbildungsserie, die ich bis heute leiten darf. Im Zuge der Ausbildungstätigkeit wurden auch die Lehrunterlagen laufend ergänzt und verbessert. So wurde 2007 die 5.Auflage des Begleitbuches „Erlebnisreich Wandern“ und 2005 die 3. Auflage der „Alpinen Trainingslehre“ herausgegeben. Das neueste Werkzeug ist das E–Learning Modul „Orientierung“ – alles auf der VAVÖ Homepage zu finden.

Schon vor Beginn meiner Tätigkeit als VAVÖ Geschäftsführer war ich Mitglied der Jugendkommission des VAVÖ. Bald wurde ich Vertreter des VAVÖ in der JUKO des internationalen Bergsteiger-Dachverbandes UIAA. 1987 organisierte ich mit dem VAVÖ Ausbilderteam und weiteren Freunden aus den alpinen Vereinen – positiv beeinflusst von der im alpinen Ausbildungsbereich gerade aufkommenden Gruppenpädagogik – das erste internationale multisportive Abenteuercamp für Jugendliche aus verschiedenen UIAA Mitgliedsländern. In der Folge haben wir noch weitere solcher Camps auf der Ferienwiese in Weißbach angeboten. Dabei konnte ich auch meine Kochkünste einsetzen, die im Ferienwiesenkochbuch, das ich gemeinsam mit Verena Ruthner erstellte, ihren Niederschlag fanden.

Auch bei der UIAA Jugendkommission war der Schwerpunkt auf das Setzen von internationalen Standards in der Jugendleiterausbildung gerichtet, Mit Jahresbeginn 2004 endete meine Präsidentschaft der UIAA-Jugendkommission.

Zu Beginn der 90er Jahre war ich auch in der Landesjugendführung Wien des ÖAV aktiv. Neben den Finanzen war ich auch an der Entwicklung der Ausbildungsrichtlinien für Jugendleiter beteiligt.

Ein wesentlicher Bereich meiner Arbeit war das Wettklettern.1987 wurden die ersten österreichischen Meisterschaften ausgetragen. In der Folge wurde dem VAVÖ die organisatorische Führung des neuen Sportzweiges übertragen. Bald wurde ich zum Schiedsrichter ausgebildet und habe in den ersten Jahren viele Wettkämpfe begleitet. Mittlerweile wurden vom ÖAV bereits Weltcupveranstaltungen und Weltmeisterschaften in Österreich veranstaltet. Jahrelang kämpften wir um Anerkennung dieser Sportart bei der Österreichischen Bundessportorganisation. Diese erfolgte endgültig im Jahr 2004 und es konnten die Agenden wohlgeordnet an den neu gegründeten ÖWK übergeben werden.

Ausbildungen: neben dem Lehrwart Alpin, Lehrwart Fit für Erwachsene, Spiel, Erlebnis- und Waldpädagogik, diverse Seminare zu Kommunikation, Konfliktmanagement, Präsentation.

Freizeitbeschäftigung: neben den zu wenig ausgeübten Sportarten das Kochen und die Waldarbeit im Waldviertel.

Im Rahmen der kulinarischen Betreuung der Ferienwiese entstand auch ein Kochbuch – Download (pdf)